Mietminderung Feuchtigkeit

Feuchtigkeit in einem Gebäude ist immer etwas unangenehmes und besonders in einem gemieteten Objekt stört der ohne finanzielle Entschädigung eingebüßte Wohnkomfort. Die Resultate von beschädigten Fassaden, leckenden Regenrinnen oder falsch ausgeführten Dämmungen sind Schimmel und Schäden an der Substanz des Gebäudes. Besonders der Schimmel kann nicht nur umständlich, sondern regelrecht zur ernsthaften Gefahr für die Gesundheit werden. Außerdem kann sich Feuchtigkeit auch in höheren Heizkosten niederschlagen.

Wann und in welchem Ausmaß ist also eine Mietminderung bei Feuchtigkeit möglich?

Ansätze der Mietminderung infolge von Feuchtigkeit

Die gerechtfertigten Ansätze einer Mietminderung wegen Feuchtigkeit können verhältnismäßig aus ergangenen Gerichtsurteilen abgeleitet werden. Wer also eine Mietminderung wegen Feuchtigkeit im Keller vollziehen möchte, der kann diese mit etwa 5 Prozent ansetzten. Eine durchfeuchtete Zimmerecke eines Wohnraumes fällt nur unwesentlich mehr mit etwa 8 Prozent ins Gewicht bei der Mietminderung infolge von Feuchtigkeit.

Für Feuchtigkeitsschäden in Schlaf- oder Wohnzimmern können wischen 10 und 20 Prozent angesetzt werden, Schimmel in der Küche ist ebenfalls mit 20 bis 25 Prozent einzustufen und für eine Mietminderung durch Feuchtigkeit, welche durch alle Fenster der Wohnräume eintritt ist mit etwa 50 Prozent zu rechnen.

Großrahmige Durchfeuchtungen in Kombination oder auch unabhängig von Schimmelbefall in allen Wohnbereichen werden in etwa mit 80 Prozent eingestuft und eine gänzliche Einstellung der Miete als Mietminderung infolge Feuchtigkeit wurde schon bei einer dauerhaften Durchnässung der Außenwände mit einem Befall von Schädlingen von Gerichten bestätigt.

Vor der Mietminderung wegen Feuchtigkeit

Sollte unbedingt der Kontakt mit dem Vermieter gesucht werden. Unter Umständen handelt es sich um ein kleineres Problem, welches schnell durch handwerkliche Maßnahmen behoben werden kann, so dass eine Mietminderung wegen Feuchtigkeit nicht gerechtfertigt ist.

Lenkt der Vermieter nicht ein oder ist nicht gewillt das Problem zu beheben, so empfiehlt sich vor dem Ansetzen einer Mietminderung wegen Feuchtigkeit ein Gespräch mit einer entsprechenden Beratungsstelle, um fachkundigen Rat bezüglich der eigenen rechtlichen Kompetenzen beim Kürzen der Miete einzuholen.

Ein Kommentar zu "Mietminderung Feuchtigkeit"

r.nonnenkamp sagt:

bei mir im schlafzimmer ist immer die außenwand,die wintermonate über bei minus graden kalt.wenn ich meinen heizkörper auf 2 -3 stelle ist er tagsüber längst nicht so warm wie nachts.die außenwand fühlt sich immer kalt an.

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